10.09.2009
Gedanken
nach dem Lesen des Romans "Vom Schneckentöter und anderem Wahnsinn",
der aus der
Zeit berichtet, als die Menschen den Frieden bekamen, den Aufbau unseres Landes
voran trieben und das Miteinander selbstverständlich war - inspiriert durch die
in diesem politischen Familienroman geschilderten Vorkommnisse, die
erschreckenden Nachrichten aus Afghanistan hörte und wie unsere Politiker damit
umgehen.
Ins unreine
geschrieben,
das Volk an
sich ist überflüssig. Es wird gebraucht um zu wählen, zu konsumieren und Kinder
zu gebären, die man als Soldat in den Krieg ziehen lassen kann, um das Ansehen
der Oberen zu verbessern.
Nicht gern
gesehen wird ein Volk mit eigener Meinung, deshalb wird es vor den Fernseher
gesetzt und über Bildung geredet, aber nichts getan, und das seit 1982.
Nach
Gründung der BRD verkündete Adenauer, Nie wieder wird ein deutscher Soldat
feindlichen Boden betreten. Die Bundeswehr hat er schnell mit Unterstützung der
westlichen Alliierten aufgebaut, als Bollwerk gegen den Kommunismus.
Dank Merkel
betreten unsere Soldaten auch wieder feindlichen Boden, während sie im
Trockenen sitzt, umgeben von Schneider, Frisör und Kosmetiker.
Wen kümmert
das hungernde ausgeblutete somalische Volk. Wenn aber westliche Luxusjachten,
Traumschiffe auf Traumreisen, Ölfrachter der Saudis in Gefahr sind, dann werden
weder Mühe noch Kosten gescheut, und unsere Soldaten müssen mit ihrem Einsatz
das Missmanagement aller kapitalistischen Staaten „gerade biegen“.
Schien der
Einsatz unserer Soldaten in Afghanistan zu Beginn sinnvoll, so ist das, seit
Merkel auf Bushs Anweisung Aufklärungsflieger über das Land kreisen lässt
hinfällig.
Wurde das
Volk dazu gefragt?
In
Staatsbürgerkunde, erste Stunde, lernte ich einst, das Volk ist der Staat. Da
haben unsere heutigen Machthaber sicher den Unterricht geschwänzt.
Bedenklich,
wenn so viele um Frieden und Gerechtigkeit bemühte populäre Persönlichkeiten
wie Rabin, Nasser, JFK, Martin Luther King, John Lennon, Herhaus umgebracht
werden. Wo kommen die Verrückten, die das Gute nicht wollen, bereit sind zur
Waffe zu greifen, immer zu (un)passender) Zeit her.
Mit Nasser
und auch mit Rabin wären die Palästinenser und Israelis mit Sicherheit ein
gutes Stück weiter. Aber wer war daran interessiert?
Da werden
immer wieder Konferenzen einberufen und beschlossen, diese oder jene Tretmine
nicht mehr zu nutzen. Warum verbieten die westlichen Staaten nicht
grundsätzlich die Produktion aller Tretminen. Beim Hanfanbau funktioniert das
doch auch. Aber
Keine
Tretminenproduktion = Verlust von Arbeitsplätzen
Steuerausfall
Keine
westlichen Experten werden gebraucht, nach der Befriedung die Tretminen zu
entschärfen = siehe oben
Keine
Prothesenherstellung= siehe oben
Keine
Medizinische Versorgung, Medikamente etc = siehe oben
Es werden
keine Menschen gebraucht, die bereit sind in die Krisengebiete zu gehen um zu
helfen. Das heißt sie würden im Land bleiben, hier sich sozial engagieren.
Diese Leute kann unsere Obrigkeiten nur gebrauchen, wenn sie sich in deren
Taten sonnen können, aber nicht im eigenen Land. Die bekommt man nicht so
schnell vor den Fernseher.
Israel und
Palästina ist ein Thema, das verfolgt mich schon seit Ende der sechziger Jahre.
Meine Tochter war gerade geboren, da beschlossen die Araber, Israel in wenigen
Tagen „platt“ zu machen. Das ging schief und die Geschichte ist bekannt. Mit
meinem Baby im Arm dachte ich immer wieder an die armen Israelis und all die
Toten auf arabischer Seite, an die Mütter. Sie wurden nicht gefragt.
Bei
Gründung Israels waren die Juden in der gesamten westlichen Welt nicht hoch
angesehen, die Palästinenser haben bei ihren arabischen Schwestern und Brüder
ebenfalls einen schlechten Stand.
Meine
Meinung, wollte man den Konflikt im Westen wie im Osten wirklich lösen, all die
reichen arabischen Ölstaaten zusammen mit dem Westen würden das geregelt
kriegen. Wo kommen all die Waffen her. Sie werden sicher nicht im Gazha-Streifen produziert.
Die
Menschen beider Staaten werden benutzt, und mit ihnen die Regierungen.
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